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Holzer permaculture

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Warum Holzer Permakultur?

Ursprünge und Namensfindung

Sepp Holzer übernahm im Jahr 1962 den elterlichen Krameterhof, einen Bergbauernhof im Salzburger Lungau. Folgend experimentierte er mit den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Methoden und Sparten. Im Laufe der Zeit entstanden die "Landwirtschaftlichen Spezialkulturen Krameterhof".

Seine Arbeit sorgte zusehends für Aufsehen und lockte immer mehr Menschen auf den Krameterhof. 1995 wurde Sepp Holzer schließlich von Studenten und Professoren der Universität für Bodenkultur mit dem Begriff der Permakultur bekannt gemacht. Es bestand der einhellige Tenor, dass es sich beim Krameterhof um eine "Permakultur" handle. Dies weckte Sepps Interesse und er begann, sich mit dem Thema Permakultur auseinanderzusetzen. Nach der Lektüre der damals verfügbaren Mollison-Werke stand der Entschluss schnell fest, den Hof als Permakultur weiterzuentwickeln.

Der Krameterhof wurde in der Folge recht schnell zu einem international bekannten Permakultur-Projekt. Da sich die deutschsprachige Permakulturszene jedoch vor allem im urbanen Raum etablierte, kam es mitunter zu kleineren und größeren Auffassungsunterschieden zwischen der neuen Szene und dem Bergbauern. Um nun einerseits die Verbundenheit zum Konzept der Permakultur zu demonstrieren und andererseits eine Abgrenzung zu erreichen, wurde der Name "Holzer Permakultur" (ursprünglich Holzer´sche Permakultur) geboren.

Unterschiede

Wir werden oft gefragt, was der Unterschied zwischen Holzer Permakultur und "normaler" Permakultur ist. Viele erwarten sich dabei eine Auflistung von Gegensätzen. Uns geht es jedoch nicht darum, Konträres herauszuarbeiten. Permakultur bedeutet lebenslanges Beobachten und Lernen. Es liegt in der Natur der Sache, dass jeder Mensch, der sich mit einer Thematik beschäftigt, Unterschiedliches erfahren und entdecken wird.

"Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen." (Heraklit)

Wir denken, dass die Flammen bereits entzündet sind und dass jede Weiterentwicklung für die Landwirtschaft im Allgemeinen und für die Permakultur im Speziellen gut ist. Gerne möchten wir jedoch auf etwas hinweisen, worauf wir am Krameterhof besonders stolz sind:

Unsere Herkunft - die Landwirtschaft

Permakultur findet in der modernen Landwirtschaft leider noch immer kaum Anwendung. Dies liegt jedoch nicht an den permakulturellen Prinzipien, sondern vielmehr an Kommunikationsproblemen und Vorurteilen. Man könnte dies unter anderem darauf zurückführen, dass die meisten Landwirte Systeme wie die Permakultur als eine urbane "Modeerscheinungen" betrachten. Unterstützt wird diese Annahme, wenn Befürworter der neuen Methoden selbst keinen landwirtschaftlichen Hintergrund aufweisen und die mangelnde Fachkenntnis bereits nach wenigen Sätzen offenkundig wird. So wichtig aufgeschlossene Konsumenten und Quereinsteiger für den Wandel sind, die Initiative muss auch von den Landwirten selbst ausgehen.

Der Krameterhof ist seit vier Generationen im Besitz der Familie Holzer und wird seither als Landwirtschaft betrieben. Wir sind stolz darauf, Bauern zu sein! Wir sehen unsere Stärken in der Fachkompetenz in alternativer Landwirtschaft, gesunder Skepsis gegenüber kurzlebigen Modeerscheinungen und "zu einfachen Konzepten" aber auch in der Neugierde und Offenheit für neue Ideen. Wir können auf dem Krameterhof zeigen, dass es landwirtschaftliche Alternativen gibt und dass es sich lohnt, verantwortungsvoll mit Natur und Ressourcen umzugehen. Dies ermöglicht es uns, auch Interessierten neue Perspektiven aufzuzeigen - aus der Praxis, für die Praxis.