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Gelber Enzian - die "Bitterwurz"

Der Gelbe Enzian

ist eine ausdauernde Gebirgspflanze, die bis zu 60 Jahre alt werden kann. Die Pflanze erreicht eine Höhe bis zu 140 cm und bildet blaugrüne, kreuzgegenständige Blätter. Goldgelbe, sternförmige Blüten verwandeln die Staude von Juni bis August in eine wahre Augenweide. Der außergewöhnlichste und gefragteste Teil des Gelben Enzian sind jedoch seine Wurzeln.

Das Objekt der Begierde: die Wurzel

Enzianwurzeln können armdick, bis zu 150 cm lang und mehrere Kilogramm schwer werden. Sie enthalten verschiedene Bitterstoffe, unter anderem auch den bittersten bekannten Naturstoff, das Amarogentin.

Die Wurzeln werden bereits seit Jahrhunderten pharmazeutisch bei Magenbeschwerden eingesetzt. Die enthaltenen Bitterstoffe fördern die Sekretion von Speichel und Magensaft und wirken dadurch appetitanregend, verdauungsfördernd und lindernd bei Völlegefühl und Blähungen. Für diese Zwecke wird die Wurzel in Form von Tee, Tinkturen und Extrakten verwendet. In der Volksmedizin werden Enzianwurzeln außerdem bei Fieber, Gicht und schlecht heilenden Wunden angewendet. Enzianwurzeln werden außerdem zur Schnapsherstellung verwendet. Dazu werden die in der Wurzel enthaltenen Zucker zu Alkohol vergoren, der anschließend durch Destillation angereichert wird.

Der große Bedarf an Wurzeln führte zu einer starken Dezimierung der natürlichen Populationen und in weiterer Folge zur Unterschutz-Stellung dieser und anderer Enzian-Arten. Da Wildsammlung nur mit einer speziellen Genehmigung erlaubt ist, stammen heute die meisten Wurzeln aus Kultur.

Der Gelbe Enzian und der Krameterhof

Der Gelbe Enzian wird schon seit vielen Jahren auf dem Krameterhof angebaut. Seine tief gelben Blütenstände prägen das sommerliche Antlitz unseres Hofs und leuchten schon von Weitem. Im zeitigen Frühjahr oder im Herbst werden die Wurzeln älterer Exemplare sorgfältig von Hand ausgegraben, gewaschen und für die weitere Verwendung vorbereitet. Da uns die nachhaltige Nutzung unserer Enziankultur ein großes Anliegen ist, ernten wir pro Jahr nur einen bestimmten Anteil. Durch jährliche Samenernte und Wiederaussaat wachsen stetig neue Jungpflänzchen nach und einer bedenkenlosen Wurzelernte steht nichts im Wege.