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Die Lebenshilfe Ausseerland baut derzeit in Bad Aussee ein Projekt
für und mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Ausgangslage
und Zweckbestimmung des gesamten Projektes ist es, Menschen mit besonderen
Bedürfnissen eine Integration der besonderen Art zu ermöglichen
und durch gezielte Maßnahmen zu einer effizienten Entlastung von
Familien mit behinderten Angehörigen beizutragen.
Das Projekt besteht im Wesentlichen aus 2 Bauabschnitten:
A) Grünlandgestaltung auch
Paradiesgenannt
Im Zuge der Landesausstellung in Bad Aussee wurde dieser Bauabschnitt
am 14. Mai 2005 mit unserem Schirmherr Agrarrebell Sepp Holzer eröffnet.
Sepp Holzer ist nicht nur der Ideengeber für die erste rollstuhlgerechte
Holzer`sche Permakultur, er hat auch wesentlich zum guten
Gelingen der gesamten Anlage beigetragen und seine Dienste immer wieder
unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Durch seine Erfahrung, sein
Wissen und gute Kontakte zu diversen Firmen (Lieferanten von Pflanzen
und Bäumen) als auch Gönnern des Projektes, konnte sich die
Lebenshilfe Ausseerland als Projektträger über einen raschen
Baufortschritt und eine von Beginn an bestens funktionierende Projektanlage
freuen.
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Schüler/innen helfen bei der Bepflanzung
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Das Konzept für diesen Bauabschnitt wurde gemeinsam mit unserem
Schirmherrn erarbeitet. Die breite Akzeptanz in der Bevölkerung
brachte mit sich, dass sich zahlreiche Menschen am Gelingen des Projektes
beteiligten und ihre aktive Mithilfe anboten.
Unsere behinderten Mitmenschen wurden von Beginn an in das Projekt einbezogen
und es erfolgte die Umsetzung (Bepflanzung diverser Teilbereiche, Wegbau,
Gestaltung von Wohlfühlbereichen usw.) gemeinsam mit den Schulen
und der Bevölkerung des steirischen Salzkammergutes.
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Übersicht: schematischer Lageplan vom "Paradies"
Um den Plan größer zu sehen, klicken Sie auf das Bild

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Sämtliche Bereiche der Grünanlage werden rollstuhlgerecht
erreichbar sein und es soll auch in Teilbereichen die Bepflanzung und
Ernte (z. B. von Hochbeeten) vom Rollstuhl aus ermöglicht werden.
Die Gesamtkosten für diesen Projektteil betragen netto ca. €
500.000,-. Unterstützt wurde die Lebenshilfe Ausseerland dabei
vor allem aus Mitteln des Eu- Programms Leader+, sowie Licht ins Dunkel
auch privaten Spendern. Auch unzählige Stunden an Eigenleistungen
wurden aufgewendet.
Das Paradiesim Detail
Klimagarten
Der Klimagarten spiegelt insbesondere den visionären
Charakter der Gesamtanlage wider. In diesem werden u. a. auch nicht
heimische Pflanzen und Gehölze in diversen Versuchsreihen gezogen.
Durch die besondere bauliche Gestaltung (terrassiert und witterungsgeschützt
sowie durch die gezielte Anordnung massiver Speicherkörper) wird
die Jahresdurchschnittstemperatur in diesem Bereich angehoben und wird
damit die Grundlage für den Anbau von Wein, Feigen, Kiwi, Indianerbanen
etc. geschaffen. Zwei kleine Teiche sorgen für die notwendige Feuchtigkeit
und bieten Lebensraum für Tiere und Wasserpflanzen.
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Wassergarten
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Schüler bei ersten Pflanzarbeiten
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Teichanlage / Wassergarten
Dieser Bereich soll unseren behinderten Mitmenschen das Medium Wasser
mit all seinen pflanzlichen und tierischen Bewohnern näher bringen.
Ebenfalls soll unter Bedacht einer funktionierenden Fauna und Flora
Fischzucht betrieben werden. Der Pavillon soll als Treffpunkt des Miteinander
dienen und beinhaltet außerdem eine Wasserbelebungsanlage.
Sinnesgarten
Die besondere Auswahl bei Pflanzen und Baustoffen sollen die Sinne des
Besuchers ansprechen. Dieser Gartenteil wird somit z. B. besonders duftende
Kräuter und wohlschmeckende Beerenfrüchte für Geruchs-
und Geschmackssinn enthalten. Dem Auge werden intensiv leuchtende Blüten
und spezielle Blickfänge den Weg durch das Labyrinth weisen. Der
Tastsinn wird durch die Wahl spezieller Materialien aus der Natur (Steine,
Holz, Wasser) inspiriert.
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Der Bau der Steinarena im Anfangsstadium
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Motorikgarten
In diesem Teilbereich soll insbesondere der Bewegungsapparat des Besuchers
angeregt werden. So wird durch natürliche Hilfsmittel (unterschiedliche
Steinformationen und Holzbauten) der Gleichgewichtssinn, Koordination
und
Feinmotorik gleichermaßen geschult.
Verweilplatz und Steinarena
Dieser Bereich soll dem Seelenleben der Besucher gewidmet
sein und durch die sorgfältige Auswahl natürlich vorhandener
positiver Schwingung zum Verweilen anregen. Während der Verweilplatz
u. a. dem leiblichen Wohl (Essen im Grünen, Picknick)
gewidmet sein soll, wird die Steinarena Treffpunkt in kultureller Hinsicht
werden. Musik- und Lyrik sollen hier ihren Platz finden.
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die zwei Erdbauten
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Erdkeller und Stall
Durch Lage und Ausstattung gewährleistet dieses Bauwerk eine optimale
Lagermöglichkeit für Obst und Gemüse und die Möglichkeit
frische Produkte bis spät in den Winter auch vor Ort anbieten zu
können bzw. heimische Geschäfte beliefern zu können.
Das gleich gestaltete Stallgebäude soll Unterschlupf für Kleintierrassen
sowie Haustiere sein.
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Unsere in Bau befindliche Einkehr
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Blick zum Sinnesgarten
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Ein besonderer Teil der Anlage ist unsere Einkehr. Das
kleine Holzhaus soll Raststätte und Ausgangspunkt für alle
Ziele der Berta sein. Dem Rollstuhlfahrer wird es sogar möglich
sein, vom Klimagarten durch das Dachgeschoß bis in ein Baumhaus
zu gelangen.
Rückblick nach einem Jahr Bautätigkeit und Evaluierung der
Zweckbestimmung
Am 10. Mai 2004 wurde mit dem Bau des Paradieses begonnen. Anfängliche
Skepsis unter den Mitarbeitern aber auch der heimischen Bevölkerung
wurde bald abgelöst von einer übergreifenden Begeisterung.
Schirmherr Sepp Holzer konnte nicht nur immer wieder alle Beteiligten
durch seine Ideen motivieren, es ist auch ihm zu verdanken, dass Menschen
mit besonderen Bedürfnissen einen neuen Stellenwert in der Gesellschaft
erhalten haben. Zudem konnten bestehende Schwellenängste abgebaut
werden und in der Bevölkerung die Akzeptanz und Toleranz gegenüber
diesen Menschen um vieles gesteigert werden.
Bereits dieser erste Bauabschnitt stellt somit einen wesentlich Teil
zu einer effizienten und ausgewogenen Integration und Normalisierung
von Menschen mit besonderen Bedürfnissen dar. Die Lebenshilfe Ausseerland
als Projektträger wird auch bestrebt sein, diesen ersten Bauabschnitt
nach Möglichkeit auszuweiten und durch weitere effektive Maßnahmen
der Zweckbestimmung noch umfassender entsprechen.
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Modell der OASE eine Planungsvariante
vom Büro Holzbox
INVESTOREN GESUCHT !
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B) 2. Bauabschnitt die OASE
Dieser betrifft die Errichtung der Oase samt dem Cafe .
Für diesen Bauabschnitt müssen finanzielle Mittel im Ausmaß
von netto ca. € 2 Mio. aufgebracht werden und ist die Lebenshilfe
Ausseerland noch auf der Suche nach einem Investor.
Geplant ist die Errichtung von 10 rollstuhlgerecht ausgestatteten Appartements
als Urlaubsangebot für Familien mit behinderten Angehörigen
sowie Gruppen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie einem
Wohlfühl- und Therapiebereich samt Gemeinschafts bzw. Seminarraum.
Diese 2. Ausbaustufe dient einerseits als Sprungbrett zum Aufbau einer
bestmöglichen Selbstvertretung unserer behinderten Mitmenschen
sowie in Zusammenhang mit dem umliegenden Paradies als Erholungsort
für Familien mit behinderten Angehörigen (Familienentlastung).
Die Oase soll auch das Cafe
beinhalten. Dieser Gebäudeteil wird bei Bewirtschaftung durch Menschen
mit Behinderung einen besonderen Stellenwert erhalten. Zusätzlich
schafft dieses Vorhaben auch Synergien zu dem in Bad Aussee geplanten
Gesundheitspark bzw. Vital und kann auch dadurch eine große Aufwertung
der Gesamtidee erwartet werden.
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Sepp Holzer und Roland Kalß
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Schlussbetrachtung
Die bisherigen Erfahrungen haben eindeutig gezeigt, dass sich "die"
bereits
jetzt zu einem ganzheitlich - und im Sinne ALLER Menschen - wirkenden
Projekt entwickelt hat. Bereits der erste Bauabschnitt ließ Barrieren
zwischen Jung und Alt sowie Menschen mit- und ohne Behinderung fallen.
Zahllose Stunden gemeinsamen Schaffens und viele Besuche aufgeschlossener
aber auch nur interessierter Menschen ermöglichten dem Projekt
einen sehr hohen Bekanntheitsgrad und ließen Toleranz und Akzeptanz
gegenüber unseren behinderten Mitmenschen enorm wachsen.
Aber erst die Umsetzung des gesamten Projektes wird der Idee unseres
Schirmherrn Sepp Holzer ganz entsprechen werden - nämlich alle
Grenzen zwischen allen Bevölkerungsgruppen nachhaltig aufzulösen.
Erst mit der Umsetzung der "OASE" wird es einer Vielzahl von
Menschen möglich werden diese Erfahrung zu machen. Sei es durch
Verfolgung gemeinsamer Ziele, durch spezielle Seminare, durch entsprechende
Beschäftigung oder lediglich durch einen Aufenthalt oder Urlaub
im Projekt BERTA. In diversen Schul- und Lehrprojekten wird es Kindern,
Jugendlichen und auch unseren behinderten Mitmenschen ermöglicht
werden, Wissen und Weisheiten alter Menschen zu erlangen und es wird
damit auch dem "Altwerden" ein neuer Stellenwert in der Gesellschaft
eingeräumt werden können. Durch gemeinsames Handeln und Schaffen
werden bestehende Schwellenängste und Grenzen verwischt und es
wird niemand ausgeschlossen.
Als Projektträger ist die Lebenshilfe Ausseerland stolz und glücklich,
mit ihrem Schirmherr Sepp Holzer den ersten Schritt in die richtige
Richtung eines ausgewogenen und gefühlvollen Miteinanders bereits
jetzt getan zu haben.
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Für den Inhalt verantwortlich:
Lebenshilfe Ausseerland
Plaisirgasse 66
8990 Bad Aussee
Telefon BERTA: 0664/4513481
Roland Kalß, Tel: 0664/2130199
www.oase-berta.at
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