Montana
Ein Kurzbericht von Sepp Holzer
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Auf Einladung von Vereinen der Cherokee und der Hopi Indianer Nordamerikas besuchte ich mit meiner Frau dieses riesige dünn besiedelte Land. Die Möglichkeiten, die sich hier bieten würden, sind wirklich ohne Grenzen. Heiße Quellen in großem Ausmaß (Bulda hot springs) fließen großteils ungenutzt in die blitzblauen Bergbäche und eiskalten Flüsse. Riesige, zum Teil halb verfallene Schlösser, ganze Dörfer sind dem Verfall preisgegeben.

Die Möglichkeiten der Ureinwohner sind jedoch sehr eingeschränkt. Sie leben meist in Reservaten und kämpfen am Rande der Zivilisation mit Drogensucht und Alkoholproblemen. Die größen und schönsten Grundstücke gehören meist Konzernen, Banken, Anwälten und dergleichen, welche weit weg in den Großstädten wohnen. Die Bauern haben oft nur große Wohnwägen als Unterkunft und ziehen als Pächter oder Dienstboten durchs Land. Sie müssen natürlich zur Stelle sein, wenn die Besitzer am Wochenende aufs Land kommen um auf der Farm "Cowboy" zu spielen. Riesige Waldflächen sind niedergebrannt worden und es wird behauptet, dass nicht nur Blitzschläge die Brandursachen waren, sondern dass hier Grundstückspekulanten am Werk waren. Die Natur wird belastet und die Wälder werden nur als Geldquelle gesehen und genutzt.

 

 

Mein Einsatz beinhaltete Beratungstätigkeiten hinsichtlich landwirtschaftlicher Nutzungsmöglichkeiten, alternativer Anbaumethoden, Revitalisierung halb verfallener Schlösser, Nutzung heißer Quellen etc. Es wurden die Möglichkeiten zur Errichtung von Kneipp Anlagen, Wassergärten, Gewächshäusern, Pflanzgärten und vieles mehr besprochen. Es bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung über die vielen Vorschläge dazu beiträgt, diese auch in die Tat umzusetzen. Aufgrund des großen Ausmaßes der Anlage ist es mir aus Zeitgründen nicht möglich, diese Arbeiten zu begleiten.